Konferenz zur Zukunft Europas

Mai 2022: Abschluss der Zukunftskonferenz

In welchem Europa wollen Sie leben? Wollen auch Sie ein besseres zukünftiges Europa? Von April 2021 bis Mai 2022 konnten die Bürgerinnen und Bürger der 27 EU-Mitgliedsstaaten sich während der "Konferenz zur Zukunft Europas" einbringen.

Die Europäische Kommission, das Parlament und der Rat haben die "Konferenz zur Zukunft Europas" am 10. März 2021 als gemeinsames Vorhaben ins Leben gerufen. Sie fand von April 2021 bis Mai 2022 statt.

Worum ging es?

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Die Konferenz bestand aus einer Reihe von physischen und digitalen Treffen, Podiumsdiskussionen und Debatten. Zudem waren an diesem Austausch Interessenträger auf lokaler, regionaler, nationaler und europäischer Regierungsebene beteiligt. Dafür wurde auch eine mehrsprachige digitale Konsultationsplattform aufgebaut. Diese sollte es Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen, sich online über ihre Ideen für ihr Europa der Zukunft auszutauschen.

Während der Konferenz wurden mehrere Themen diskutiert. Die Themen reichten von Klimawandel und Bildung bis hin zu Migration und Demokratie. Auch Ostbelgier waren an der Konferenz zur Zukunft Europas beteiligt und reichten ihre Ideen ei

Struktur des Verfahrens:

  1. Diskussionsphase und Erarbeitung von Vorschlägen: Die Bürgerpanels diskutierten die Themen und formulierten anschließend Empfehlungen, die an das "Konferenzplenum" gerichtet waren.
  2. Prüfungs- und Umsetzungsphase: Die Vorschläge wurden daraufhin an einen "Exekutivausschuss" verwiesen, der mit der Erstellung des Abschlussberichts der Konferenz beauftragt war.

Letztlich prüfte der "gemeinsame Vorsitz" der drei EU-Organe die endgültigen Schlussfolgerungen des Ausschusses. Sie entschieden auch gemäß ihrer eigenen Zuständigkeiten über alle umsetzbaren Folgemaßnahmen zur Konferenz.

Welche Vorschläge und Maßnahmen konnten erarbeitet werden

Herausgekommen sind 49 Vorschläge und über 300 Maßnahmen, dazu zählen unter anderem:

  • Klimawandel, Energie und Verkehr: Förderung des öffentlichen Verkehrs und Aufbau eines europäischen öffentlichen Verkehrsnetzes, vor allem in ländlichen und Inselgebieten, das effizient, zuverlässig und erschwinglich ist
  • Gleicher Zugang zur Gesundheit für alle: Festlegung gemeinsamer Mindeststandards für die Gesundheitsversorgung auf EU-Ebene
  • Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der EU und weitere Vertiefung des Binnenmarktes: Verringerung der Standardisierung von Produkten und Anerkennung lokaler und regionaler, kultureller und produktionstechnischer Besonderheiten
  • Demografischer Wandel: Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen, erschwinglichen und zugänglichen Kinderbetreuung in der gesamten EU und Verhinderung von Altersarmut durch Einführung von Mindestrenten
  • Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion, biologische Vielfalt und Ökosysteme, Umweltverschmutzung: Einführung einer Zertifizierung des Kohlenstoffabbaus auf der
  • Grundlage einer robusten, soliden und transparenten Kohlenstoffbuchhaltung
  • Kultur und Austausch: Förderung der Mehrsprachigkeit als Brücke zu anderen Kulturen von einem frühen Alter an

Den gesamten Endbericht zur Konferenz finden Sie in den weiterführenden Links.

Konferenzplenum: Ein Gremium, das sich aus Bürgern, der Zivilgesellschaft, den Sozialpartnern, EU-Politikern und nationalen Politikern zusammensetzt - die wiederum weiter beraten und konkrete Vorschläge annehmen.