20 Jahre Euro

Den Euro in der Tasche

Heute gilt der Euro als zweitwichtigste Währung. Der Euro ist die Währung von 19 EU-Ländern mit mehr als 340 Millionen Menschen. Er ist eine alltägliche Erinnerung an die Freiheit und Vorteile der EU. Hier erfahren Sie mehr zur Entstehung des Euros.

Verschiedene Euroscheine liegen auf einem Tisch und auf den Scheinen sind Euromünzen gestapelt.

Vor 20 Jahren, am 1. Januar 2002, gab es die größte Währungsumstellung der Geschichte. Damals führten 12 EU-Länder den Euro ein. Er trägt seitdem zur Stabilität, zur Wettbewerbsfähigkeit und zum Wohlstand der europäischen Volkswirtschaften bei.

Das Euro-Symbol (€) ist an den griechischen Buchstaben Epsilon (Є) angelehnt und ist eine Anspielung auf die Wiege der europäischen Zivilisation. Er steht zudem für den ersten Buchstaben des Wortes "Europa" im lateinischen Alphabet, während die beiden parallelen Linien, die das Symbol durchziehen, für Stabilität stehen.

Wie ist der Euro entstanden?

1988 wurden die ersten Maßnahmen zur Schaffung einer einheitlichen Währung erfasst. 1992 hat man mit dem Vertrag von Maastricht die Kriterien festgelegt, die die Mitgliedstaaten erfüllen müssen, um den Euro einzuführen. Zwei Jahre später begann das Europäische Währungsinstitut in Frankfurt mit den Vorbereitungen, die es der Europäischen Zentralbank ermöglichen sollten, die Verantwortung für die Geldpolitik in der Eurozone zu übernehmen. Somit wurde die Europäische Zentralbank im Jahre 1998 tätig. 1999 wurde der Euro zum ersten Mal als Kontowährung auf den Finanzmärkten und für elektronische Zahlungen verwendet. 

Zu den "Ursprungs-Euroländern" zählen Deutschland, Österreich, Belgien, Spanien, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande und Portugal.

Welche Kriterien muss ein Land erfüllen, um den Euro einzuführen?

Der Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union legt die Konvergenzkriterien fest:

  • Ein Land muss Mitglied der Europäischen Union sein. 
  • Zu den wirtschaftlichen Konvergenzkriterien zählen:
    • die Preisstabilität
    • gesunde und auf Dauer tragfähige öffentliche Finanzen sowie
    • Wechselkursstabilität und langfristige Zinssätze.

Wie hat sich der Euro etabliert?

Der Euro hat einige Vorteile geschaffen, indem er dazu beigetragen hat, die Preisstabilität zu erhalten und die Volkswirtschaften der Eurozone vor Wechselkursschwankungen zu schützen. So war es für die Menschen, Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen einfacher, Geld zu leihen und der Handel innerhalb Europas und darüber hinaus wurde gefördert. Vor allem aber ist auch das Sparen, Investieren, Reisen und Geschäfte tätigen dank des Euros für uns einfacher geworden. Zum Beispiel entfällt der umständliche Währungstausch und Tauschverluste werden vermieden.

Heute verwendet man den Euro sogar für fast 40 % der weltweiten grenzüberschreitenden Zahlungen und für mehr als die Hälfte der EU-Exporte. Dennoch lassen sich auch Nachteile feststellen, die sich mitunter während der Finanzkrise von 2008 und der darauffolgenden Staatsschuldenkrise offenbart haben, denn die Steuerzahler innerhalb der Euro-Mitgliedstaaten hafteten für die Schulden der Krisenländer.