Europatag: Besichtigung des EU-Viertels

Offene EU-Institutionen im Zeichen der Europawahl

Am 4. Mai öffneten die EU-Institutionen ihre Türen für die Bürger. Europe Direct organisierte eine Fahrt in die Hauptstadt. Mit an Bord waren insgesamt 50 Ostbelgierinnen und Ostbelgier, die einen Blick hinter die Kulissen der EU werfen wollten.

Wie jedes Jahr öffneten die EU-Institutionen anlässlich des Europatages, der am 9. Mai gefeiert wird, ihre Türen für die Öffentlichkeit. Das Informationszentrum Europe Direct Ostbelgien bot Interessenten die Möglichkeit, kostenlos ab Eupen und Sankt Vith mit dem Bus ins Brüsseler Europaviertel zu fahren.

Rund 50 Ostbelgierinnen und Ostbelgier nahmen die Gelegenheit wahr, um mehr über die EU und Brüssel zu erfahren. Gebäude wie

  • Blick auf das Gebäude des Europäischen Parlaments.
    das EU-Parlament,
  • der Ausschuss der Regionen,
  • die Europäische Kommission
  • der Europäische Rat

waren für alle zugänglich. Besucherinnen und Besucher nahmen an Führungen, Debatten, Konzerten, Spielen und anderen Veranstaltungen teil.

Buntes Programm für alle Besucher

Der Europatag stand in diesem Jahr ganz im Zeichen der Europawahl (vom 6. bis 9. Juni). Unter dem Motto „Use Your Vote“ luden die Institutionen die Bürgerinnen und Bürger ein, mehr darüber zu erfahren, was Europa für sie und mit ihnen gemeinsam tut.

EU-Kommission

So konnten die Besucherinnen und Besucher im Gebäude der EU-Kommission bei einem Streifzug durch verschiedene „Dörfer“ erfahren, wie sich die Kommission für eine starke, demokratische und vielfältige EU und für eine digitalere und grünere Zukunft einsetzt.

In einem eigenen Bereich wurde außerdem die Unterstützung für die Ukraine beleuchtet. Bei Spielen und Aktivitäten für die ganze Familie gab es Preise zu gewinnen und im obersten Stock konnte man sich ansehen, wo Präsidentin von der Leyen und ihre Kommission Entscheidungen treffen.

Was ist die Aufgabe der EU-Kommission? In den weiterführenden Links finden Sie weitere Informationen.

Rat der EU

Im Ratsgebäude erwarteten der Rat und die 27 Mitgliedstaaten die Besucherinnen und Besucher mit eigenen Ständen, an denen

  • interaktive Spiele,
  • informative Inhalte und andere Überraschungen

angeboten wurden. Den ganzen Tag über wurden Rundgänge organisiert, sodass die Bürgerinnen und Bürger auch in den Genuss der Architektur der Ratsgebäude kommen konnten.

Was macht der Rat der EU? Lesen Sie in den weiterführenden Links alles Wissenswerte zu dieser wichtigen EU-Institution.

Am 1. Januar 2024 hat Belgien den Vorsitz des Rates der Europäischen Union übernommen und wird ihn bis zum 30. Juni 2024 innehaben. Im Rahmen dieser Ratspräsidentschaft wurde ein großer Informationsstand eingerichtet, an dem auch die Vertretung der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Brüssel vertreten war. Dort konnten die Teilnehmenden in einen kleinen Austausch treten und mehr über ihre Arbeit in Brüssel erfahren.

Europäisches Parlament

Für die Teilnehmenden aus Ostbelgien gab es zudem exklusiv die Möglichkeit, an einem Austausch mit dem Abgeordneten der Deutschsprachigen Gemeinschaft im Europäischen Parlament teilzunehmen.

In einem Ausschussaal im Parlamentsgebäude berichtete er über die allgemeine Arbeitsweise des Europäischen Parlamentes, gab interessante Einblicke in die Prioritäten der EU in den kommenden fünf Jahren und die Verteidigungsfähigkeit Europas. Zum Schluss stellte er sich den Fragen der Teilnehmenden.

Im Anschluss an den Austausch begaben sich die Teilnehmenden auf einen Rundgang durch das Europäische Parlament. Im Fokus standen u.a. Fragen wie:

  • Wie kann ich an der Europawahl teilnehmen?
  • Warum ist die Wahl wichtig?
  • Was kann ich tun, um die Demokratie zu schützen?

Weitere Informationen zum Europäischen Parlament finden Sie in den weiterführenden Links.

Der Europatag dient dem Gedenken daran, dass in Europa Frieden und Einheit herrschen. Es ist der Tag der historischen Schuman-Erklärung: Am 9. Mai 1950 hielt der französische Außenminister Robert Schuman in Paris eine Rede, in der er seine Vision einer neuen Art der politischen Zusammenarbeit in Europa vorstellte – eine Zusammenarbeit, die Kriege zwischen den europäischen Nationen unvorstellbar machen würde.