Interreg-Projekt SPONGE
Neue Fördermöglichkeit für kleine naturbasierte Projekte in Ostbelgien
Das INTERREG Maas-Rhein Projekt SPONGE bietet mit einem neuen Voucher-System finanzielle Unterstützung für Gemeinden, lokale Organisationen und Landwirtschaftsbetriebe zur Umsetzung naturbasierter Maßnahmen für mehr Wasserrückhalt.
Das grenzüberschreitende INTERREG Projekt SPONGE zielt darauf ab, die Klimaresilienz in der Euregio Maas-Rhein zu verbessern, indem es die Wiederherstellung der natürlichen Schwammfunktion der Landschaft fördert. Es unterstützt Maßnahmen rund um naturbasierte Lösungen gegen Dürre und Hochwasser. Gemeinden, landwirtschaftliche Organisationen und Naturschutzorganisationen können eine Kofinanzierung in Form von Vouchern für die Umsetzung ihrer Projekte beantragen. Dazu gehören zum Beispiel
„Die Verringerung des Hochwasserrisikos erfordert einen koordinierten grenzüberschreitenden Ansatz und fängt schon weit oberhalb der Flussläufe an. SPONGE bietet endlich die Möglichkeit, nicht nur über naturbasierte Lösungen zu sprechen, sondern sie auch umzusetzen“, so Alexandra Silinski, Projektmitarbeiterin beim Dreiländerpark der Euregio Maas-Rhein.
- das Pflanzen von Hecken und Bäumen
- das Anlegen von Wadis oder Mulden
- die Umgestaltung von Flächen
Ausgewählte Projekte erhalten für ihre Umsetzung Fördergelder in Höhe von 50 Prozent der förderfähigen Kosten. Neben dieser Finanzierung bietet das SPONGE-Konsortium auch praktische Begleitung, Wissen und Zugang zu einem starken euroregionalen Netzwerk.
Welches sind die Förderkriterien?
- Antragsteller müssen eine juristische Person sein.
- Pro Antragsteller sind maximal zwei Projekte möglich.
- Die Umsetzung des Projekts erfolgt in der Euregio Maas-Rhein (EMR).
- Das Projekt (inkl. Planung, Umsetzung und Abschlussbericht) muss bis spätestens 30. Juni 2028 abgeschlossen sein.
- Projekte können einen finanziellen Gesamtumfang von 10.000 bis 160.000 EUR haben. 50 Prozent der Kosten werden mit EU-Mitteln finanziert. Die restliche Finanzierung geschieht durch Eigenmittel (min. 20 Prozent) und eventuelle weitere Kofinanzierung. Eine Kumulierung mit anderen EU-Fördermitteln ist ausgeschlossen.
- Der Fokus liegt auf der konkreten Umsetzung - Kosten für externe Beratung sind auf max. 20 Prozent des Gesamtbudgets begrenzt.
Das SPONGE-Projekt mit Partnern aus Belgien, Deutschland und den Niederlanden ist am 1. Oktober 2025 gestartet und läuft bis zum 30. September 2028. Die Umsetzung erfolgt unter der Federführung der niederländischen Organisation World Wide Fund for Nature. Das Projekt wird mit 3.246.175,17 EUR über den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) finanziert. 500.000 EUR an EU-Geldern stehen für kleinere naturbasierte Projekte im Rahmen des Voucher-Systems zur Verfügung.
Die Gemeinde Raeren ist als ostbelgischer Partner an dem Projekt beteiligt, ebenso wie der EVTZ Euregio Maas-Rhein mit dem Dreiländerpark mit Sitz in Eupen.
Interesse oder Fragen?
Weitere Informationen zum Projekt, zu den Förderkriterien und den Einreichungsmodalitäten erhalten Sie auf der Webseite des Sponge-Projekts. Die Projektverantwortlichen stehen Ihnen gerne für weitere Infos zur Verfügung. Ihre Kontaktdaten sowie den Link zur Projekt-Webseite finden Sie unter „Mehr zum Thema“.
INTERREG ist ein Instrument der Europäischen Regionalpolitik und Synonym für die Europäische territoriale Zusammenarbeit. Die Deutschsprachige Gemeinschaft ist an zwei grenzüberschreitenden INTERREG A Programmen beteiligt: Maas-Rhein und Großregion. Das aktuelle INTERREG Maas-Rhein VI (NL-BE-DE) Förderprogramm wurde am 14. November 2022 durch die EU-Kommission genehmigt. Insgesamt stehen dem Programm rund 125 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung zur Verfügung.