Trinationale Region Eifel-Ostbelgien-Éislek

Zwei neue Projekte stärken das Natur- und Kulturerbe

Die beiden Projekte „Grün 2027“ und „Eifelburgen digital“ greifen zwei Themen auf, die für die Zukunft der Region von besonderer Bedeutung sind: der Schutz der biologischen Vielfalt und die Aufwertung des gemeinsamen kulturellen Erbes.

Die trinationale Region Eifel-Ostbelgien-Éislek, die als funktionaler Raum im Interreg Programm Großregion anerkannt ist, umfasst insgesamt 16 Gemeinden auf einer Fläche von 2.300 km² und beherbergt rund 155.000 Einwohner (Stand 2021). Neben den neun Gemeinden der Deutschsprachigen Gemeinschaft gehören vier luxemburgische Gemeinden und drei rheinland-pfälzische Verbandsgemeinden diesem funktionalen Raum an.

Für den Raum stehen in der aktuellen Förderperiode 2021-2027 bis zu 4,2 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) zur Förderung von Projekten zur Verfügung.

Am 15. September 2026 erhielten drei neue Projekte - wovon zwei mit ostbelgischer Beteiligung - die Bewilligung zur Förderung in diesem Rahmen. Die genehmigten Projekte gehen ab Januar 2027 an den Start und werden bis Ende 2028 umgesetzt.

Grün 2027

Titelbild des Projekts Grün
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Das Projekt „Grün 2027“ verfolgt das Ziel, das Management invasiver gebietsfremder Arten grenzüberschreitend zu strukturieren und zu verbessern. Basierend auf lokalen und regionalen Erfahrungen werden

  • Bestandsaufnahmen ergänzt
  • prioritäre Arten identifiziert
  • geeignete Bekämpfungs- bzw. Managementmethoden erprobt

Zum Projekt gehört auch die Schulung lokaler Akteure mit dem Ziel, die Widerstandsfähigkeit der Ökosysteme nachhaltig zu stärken.

Die Gemeinde St. Vith übernimmt die Federführung des Projekts. Die Gemeinde Amel beteiligt sich ebenfalls am Projekt. Involviert sind außerdem die AVES-Ostkantone VoG, das Forstamt St. Vith sowie die Gemeinden Büllingen, Burg-Reuland und Raeren als strategische Partner.

Das Gesamtbudget beträgt 1.285.622,80 Euro, davon 771.373,68 Euro EFRE-Mittel. Das Budget der ostbelgischen Projektpartner beträgt seinerseits insgesamt 175.921,92€.

Eifelburgen digital

Titelbild des Projekts Eifelburgen digital
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Mit „Eifelburgen digital“ rückt das gemeinsame historische Erbe der Region in den Mittelpunkt. Ziel des Projekts ist es, fünf Burganlagen in der Eifel, in Ostbelgien und im Éislek (Reuland, St.Vith, Oberwampach/Wintger, Clervaux und Schönecken) mithilfe digitaler Technologien zeitgemäß zu präsentieren. Besucherinnen und Besucher sollen vor Ort auf historische Informationen sowie auf interaktive und animierte Inhalte zugreifen können, die ein vergleichendes Erleben der Burgen in Vergangenheit und Gegenwart ermöglichen. Darüber hinaus sind infrastrukturelle Arbeiten u.a. an der Burg in Reuland vorgesehen.

Federführender Partner des Projekts ist das Zentrum für Ostbelgische Geschichte (ZOG). Die Gemeinschaftszentren beteiligen sich als finanzieller Partner, die Gemeinden Burg-Reuland und St. Vith als strategische Partner. Das Projekt verfügt über ein Gesamtbudget von 2.276.393,64 Euro, wovon 1.365.836,18 Euro aus EFRE-Mitteln stammen.

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