Europäischer Sozialfonds Plus (ESF+)

Neue ESF+ Projekte erleichtern Zugang zum Arbeitsmarkt

Nachdem die Regierung im Oktober 2025 grünes Licht gegeben hat, starten zum 1. Januar 2026 zwei strategische ESF+-Projekte, die Menschen mit Migrationshintergrund und Arbeitslosen neue Wege in den Arbeitsmarkt eröffnen.

Fokus: Zugang zum Arbeitsmarkt vereinfachen

Die zwei strategischen Projekte für den besseren Zugang zur Beschäftigung haben eine Laufzeit von zwei und drei Jahren. Für die beiden neu genehmigten Projekte des fünften Projektaufrufs stellt die Deutschsprachige Gemeinschaft etwa 915.000 Euro zur Verfügung. Die Hälfte davon wird aus EU-Mitteln im Rahmen des ESF Plus finanziert.

"Ready 2 Work"

In diesem Projekt geht es darum, Verbindungen zwischen Menschen mit Migrationshintergrund und erfahrenen Mentoren mit Berufspraxis und Kontakten aufzubauen. Dadurch möchte der Projektträger Info Integration persönliche Ressourcen stärken und Einstiegschancen in das Arbeitsleben deutlich verbessern.
Während sechs Monaten erhalten insgesamt etwa 100 Teilnehmer

Bild einer offenen Tür, durch die helles Licht in einen gelben Raum strömt. Das Bild symbolisiert Neuanfang, Hoffnung, Chance.
  • individuelle Unterstützung
  • praxisnahe Begleitung
  • Orientierung auf dem Arbeitsmarkt
  • Zugang zu beruflichen Netzwerken

Ihre Mentoren fungieren in diesem Projekt als stabile Bezugspersonen, die durch Erfahrung, Ermutigung und maßgeschneiderte Hilfe eine Brückenfunktion einnehmen können.

 "Wendepunkt Job"

Anlässlich der ARIZONA-Reformen zur Befristung des Arbeitslosen- und Berufseingliederungsgeldes schafft das Arbeitsamt der Deutschsprachigen Gemeinschaft ein Angebot für rund 700 junge oder Langzeit-Arbeitslose.

Diese Angebote eröffnen Perspektiven für einen Wiedereinstieg in das Arbeitsleben:

  • Einzelberatungen
  • Kompetenzbilanzierungen
  • Outplacement-Angeboten
  • Vermittlung in unterstützende Ergänzungsangebote

Was sind strategische ESF+-Projekte?

Strategische Vorhaben (Operations of Strategic Importance, abgekürzt OSI) sind Vorhaben, die einen wesentlichen Beitrag zum Erreichen der ESF+ Programmziele leisten und für die besondere Begleitungs- und Kommunikationsmaßnahmen gelten. Sie haben einen länder- oder regionenübergreifenden Charakter. OSI nehmen eine Vorreiterrolle ein, der Informationsaustausch über ihre Entwicklung und ihre Ergebnisse soll zu weiteren Projekten ihrer Art motivieren. Beide jetzt genehmigten Projekte erfüllen diese Kriterien. Die Projektträger nutzen Best-Practices und Erfahrungen jenseits der Grenzen und kommunizieren über ihre strategische Projektarbeit. Mit der Verbesserung des Zugangs zu Beschäftigung tragen sie zum Erreichen eines wesentlichen ESF+-Programmziels bei.

Der Europäische Sozialfonds (ESF+) fördert Projekte zu "Zugang zu Beschäftigung", "aktiver Inklusion" und "lebenslangem Lernen". Diese ermöglichen, sich sozial-beruflich zu stabilisieren, weiterzuentwickeln oder neu zu orientieren. Bis 2027 stehen insgesamt ca. 20 Millionen Euro Fördergelder zur Verfügung, die je zur Hälfte durch die EU und die Deutschsprachige Gemeinschaft finanziert werden. Bislang wurden vierzehn Projekte mit einem öffentlichen Fördervolumen von 12,7 Millionen Euro genehmigt.